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Selbstgefährdung bei Unfall durch Übermüdung?
Friday, April 1, 2011 - 00:00
Häufige Unfallursache im Straßenverkehr ist die Übermüdung
eines Fahrzeugführers. Kommt es zu einem Unfall und wird der
Beifahrer verletzt, stellt sich regelmäßig die Frage, ob hier
eine sog. schuldhafte Selbstgefährdung von Seiten des Beifahrers
vorliegt.
Von einer solchen ist beispielsweise auszugehen, wenn sich ein Mitfahrer
einem Fahrzeugführer anvertraut hat, obwohl er dessen
unfallverursachende Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit kannte
oder bei gehöriger Sorgfalt hätte erkennen können. Ob dies
der Fall ist, hängt von den Gesamtumständen, insbesondere davon
ab, inwieweit die die Gefährdung begründenden Tatsachen, die auf
eine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit schließen lassen
konnten, dem Mitfahrer bekannt waren. Die Beweislast für die
Erkennbarkeit der Beeinträchtigung trägt die sich auf ein
Mitverschulden berufende Seite (z. B. die Versicherung).
Quelle: Mandanteninformation
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